Warum geschieht, was geschieht?
Jemand stirbt. Oder jemand wird wieder gesund.
Jemand betet – und nichts passiert. Oder jemand betet – und bekommt genau das, worum er gebeten hat.
Ich erwische den letzten Stracciatella-Joghurt. Oder mein Lieblingsjoghurt ist ausverkauft.
Was steckt dahinter?
Zufall? Schicksal? Glück? Oder Gottes Eingreifen?
Welche Ursachen kann das Geschehen in der Welt haben?
Ich versuche, folgende Fragen zu beantworten:
- Kommt alles Gute in meinem Leben von Gott?
- Woher kommt das Schlechte in meinem Leben?
- Warum gibt es Leid, Zerstörung, Böses?
- Lässt Gott es zu? Warum verhindert er es nicht?
- Hört Gott meine Gebete? Welchen Einfluss auf Gottes Handeln haben meine Gebete?
- Gibt es Zufall, Glück oder Schicksal?
- Wenn ich für etwas gebetet habe und es ist so gekommen, wie erhofft – war das dann Gott? Und wenn es anders gekommen ist, auch?
Und: Darf ich um kleine Dinge wie einen Parkplatz beten bzw. Gott dafür danken? 🙄
Die zweite Version dieser Folge kannst du hier hören und nachlesen:
Was ist Zufall?
= ein Ereignis ohne erkennbare Ursache oder Planung; es passiert einfach, ohne erkennbaren Sinn oder Ziel
– gibt es nicht
Was ist Glück?
= zufälliger Vorteil, der mir widerfährt / positiver Zustand oder ein gutes Ereignis, das nicht geplant oder erarbeitet wurde
– im Sinne von Zufallsglück: gibt es nicht
– im Sinne von Segen Gottes: gibt es
(In der Bibel gibt es kein Glück ohne Gott.)
Bibel: Warum geschieht, was geschieht?
Vier Ursprünge / Quellen / Instanzen von Geschehnissen
1. Handeln des Menschen
– freier Wille des Menschen
2. Gefallene Schöpfung / gebrochene Welt
– die von Gott geschaffene Ordnung ist mit dem Sündenfall durcheinander gebracht
– die Welt hat eine (begrenzte) Eigendynamik entwickelt
Nicht autonom: wird immer noch von Gott erhalten und getragen
„Er trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort.“
(Hebräer 1,3)
„Alles ist in ihm geschaffen, es hat seinen Bestand in ihm.“
(vgl. Kolosser 1)
Nicht mehr heil: verhält sich nach dem Sündenfall nicht mehr vollständig so, wie es Gottes ursprünglicher Ordnung entsprach
„Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, ohne ihren Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat – auf Hoffnung hin.“
(Römer 8,20–22)
Folge: Naturkatastrophen, Krankheiten, Tod
= Folgen des Bruchs mit Gott
nicht von Gott erschaffen als Strafe
sondern Teil der beschädigten Weltordnung
3. Geistliche Mächte, die sich gegen Gottes Willen stellen
– Satan
– Dämonen
– Gefallene Engel – geistliche Wesen, die mit Satan gefallen sind
– gefallene Mächte (z. B. „Fürst von Persien“ (Daniel 10,13))
Sie können Menschen, Strukturen und Situationen beeinflussen.
Aber:
– sie sind nicht autonom
– sie sind begrenzt
– sie sind am Ende besiegt
„Der Teufel … wurde in den Feuersee geworfen.“
(Offenbarung 20,10)
4. Gottes Handeln
„Nichts geschieht ohne Gottes Willen – sei es zugelassen oder gewirkt.“
Augustinus unterscheidet zwischen:
– Gottes wirksamer Wille (er handelt selbst)
– Gottes zulassender Wille (er erlaubt, greift aber nicht ein)
Thomas:
Alles ist eingebettet in Gottes Providentia (Vorsehung) = in seinen weisen, lenkenden Plan, der auch menschliche Freiheit und natürliche Abläufe berücksichtigt.
Zufall wird anerkannt, aber:
„Zufall existiert – aber nicht ohne Gott.“
(vgl. Summa Theologiae I, q. 22, a. 2)
„Selbst das Zufällige fällt unter Gottes Vorsehung.“
Zufall = das Aufeinandertreffen zweier unabhängig voneinander handelnder Ursachen, das vom Menschen weder vorhergesehen noch beabsichtigt war.
– aus menschlicher Sicht erscheint es zufällig
– aus göttlicher Sicht ist es Teil eines größeren Zusammenhangs, den wir oft nicht überblicken
Aristoteles: verschiedene Arten von Ursachen
🏺 Tabelle: Die vier Ursachen bei Aristoteles – Beispiel „Vase“ + Rolle des Menschen
| Ursache (Aristoteles) | Definition | Beispiel: Vase | Rolle des Menschen |
| 1. Materialursache | Woraus etwas besteht | Der Ton, aus dem die Vase geformt ist | 🔸 Nicht Ursprung, aber Nutzer: Der Mensch nutzt vorhandenes Material, erschafft es aber nicht aus dem Nichts. |
| 2. Formalursache | Die Gestalt oder Struktur | Die Form: bauchig, mit Öffnung, Hohlraum | ✅ Gestalter: Der Mensch gibt dem Ton eine bestimmte Form – durch Plan, Technik, Vorstellungskraft. |
| 3. Wirkursache | Der Auslöser, der etwas hervorbringt | Der Töpfer, der die Vase formt | ✅ Handelnder: Der Mensch bringt etwas aktiv hervor – durch Entscheidung, Arbeit und Ausführung. |
| 4. Zielursache (Finalursache) | Der Zweck oder das Ziel | Die Vase soll Wasser oder Öl aufnehmen | 🔸 Zielsetzender: Der Mensch setzt Ziele (z. B. „Ich brauche ein Gefäß“), kann sie aber verfehlen oder begrenzt planen. |
Biblisch: Gott ist letzte Material- und Zielursache:
- Materialursache: alles, was der Mensch verarbeitet, wurde ursprünglich von Gott geschaffen (creatio ex nihilo).
- Zielursache: alles läuft auf ihn hin, ob sichtbar oder verborgen.
Tabelle: Gott und die vier Ursachen (nach Aristoteles)
| Ursache (Aristoteles) | Definition | Gott in dieser Rolle? | Wie genau? |
| 1. Materialursache | Woraus etwas besteht | 🔸 Indirekt | Gott hat Materie geschaffen („creatio ex nihilo“), ist aber nicht selbst Materie. Alles Stoffliche geht ursprünglich auf ihn zurück. |
| 2. Formalursache | Die Gestalt, Form oder Struktur von etwas | ✅ Ja | Gott gibt allem Ordnung und Struktur – z. B. Naturgesetze, Lebensprinzipien, Moral. Er ist Quelle der guten Schöpfungsordnung. |
| 3. Wirkursache | Wer etwas bewirkt oder hervorbringt | ✅ Ja | Gott ist die erste Wirkursache aller guten Dinge (z. B. Schöpfung, Erlösung). Er wirkt oft durch Menschen, Natur, Engel etc. |
| 4. Zielursache (Finalursache) | Wozu etwas geschieht, sein Zweck | ✅ Ja | Gott ist das Ziel allen Seins (Röm 11,36). Alles soll auf seine Ehre, seine Gemeinschaft, seine Gerechtigkeit hin geordnet sein. |
Tabelle: Der Mensch und die vier Ursachen (nach Aristoteles)
| Ursache (Aristoteles) | Definition | Mensch in dieser Rolle? | Wie genau? |
| 1. Materialursache | Woraus etwas besteht | 🔸 Nur als Teilhaber | Der Mensch ist Materie (Leib aus Staub, 1. Mose 2,7), aber er ist nie die Materialquelle von etwas – er formt nur Vorgegebenes.(er erfindet keinen neuen Stoff, kombiniert nur) |
| 2. Formalursache | Die Gestalt, Form oder Struktur von etwas | ✅ Ja, begrenzt | Der Mensch kann gestalten, ordnen, strukturieren – z. B. durch Sprache, Technik, Kultur, Gesetzgebung. Er kann aber auch Unordnung schaffen. |
| 3. Wirkursache | Wer etwas bewirkt oder hervorbringt | ✅ Ja | Der Mensch entscheidet, handelt, verursacht – moralisch verantwortlich (Gal 6,7: Was der Mensch sät …). |
| 4. Zielursache (Finalursache) | Wozu etwas geschieht, sein Zweck | 🔸 Begrenzt möglich | Der Mensch kann Ziele setzen, Projekte verfolgen, Entscheidungen intentional treffen – aber nicht das große Ziel der Welt bestimmen. |
Wie wirkt Gott nach Thomas von Aquin?
| Funktion | Beschreibung | Fundstellen |
| Schöpfer (creator) | Gott bringt alles aus dem Nichts ins Sein (creatio ex nihilo). | ST I, q. 44–45 |
| Erhalter (conservator) | Alles bleibt nur im Dasein, weil Gott es ständig erhält (Hebr 1,3; Kol 1,17). | ST I, q. 104, a. 1 |
| Lenker (gubernator) | Gott lenkt alles durch seine providentia divina – durch Mittel wie Naturgesetze, Menschen, Engel. | ST I, q. 22–23; q. 103–105 |
| → Primärursache: Gott wirkt alles als erste Ursache. | ST I, q. 105, a. 5 | |
| → Sekundärursachen: Alles, was nicht Gottes Wille, aber zugelassen ist: – Naturprozesse (z. B. Naturgesetze, Körperfunktionen, Zufall im wissenschaftlichen Sinn) – Menschlicher Wille (freie Entscheidungen, auch Fehlverhalten und Sünde) – Technik, Geschichte, Gesellschaft (Strukturen, Systeme, Kulturen) – Gefallene Schöpfung (z. B. Krankheit, Tod, Naturkatastrophen – Folge des Sündenfalls) – Böse Mächte (z. B. Satan, Dämonen, geistliche Fürsten – begrenzt wirksam, von Gott zugelassen) | ST I, q. 105, a. 5–6 | |
| Beweger (primum movens) | Gott ist die erste Ursache jeder Bewegung – nichts bewegt sich ohne ihn. | ST I, q. 2, a. 3 |
| Zulasser (permissor) | Gott erlaubt Böses, weil er daraus Gutes wirken kann – er will es nicht direkt. | ST I, q. 19, a. 9; q. 22, a. 2 |
| Ziel (finis ultimus) | Gott ist das Ziel allen Seins – alles strebt auf ihn hin (causa finalis). | ST I, q. 44, a. 4; I–II, q. 1, a. 8 |
Das macht deutlich, dass Zufall ein recht naives, menschliches Konzept ist
→ Kirchenväter: Zufall = Bezeichnung für menschliches Nichtwissen, keine unabhängige, reale Kraft.
Und dass nun die Fragen vom Anfang ganz anders / deutlich beantwortet werden können:
Beispiele: Gottes Wirken oder andere Quelle?
- Jemand stirbt
- jemand wird wieder gesund
- jemand betet und jemand stirbt trotzdem
- jemand betet und jemand wird wieder gesund
- ich erwische den letzten Stracciatella-Joghurt im Supermarkt
- mein Lieblingsjoghurt ist ausverkauft
Wie lassen sich diese Ereignisse jeweils auf eine oder mehrere der vier theologischen Ursachen (Wirkkräfte) zurückführen?
🟩 Die vier theologischen Ursachen:
- Menschliches Handeln
- Gefallene Schöpfung
- Geistliche Mächte (gegen Gottes Willen)
- Gottes Wirken (aktiv oder zulassend)
Beispiele mit Ursachen-Kombinationen
| Ereignis | Mögliche Ursachen / Kombinationen |
| Jemand stirbt | – Gefallene Schöpfung (Krankheit, Alter, Unfall)– Menschliches Handeln (Unfallverursacher, Krieg, Unterlassung) – Gott lässt es zu – evtl. böse Mächte (Zerstörung, Verführung) |
| Jemand wird wieder gesund | – Menschliches Handeln (Medizin, Pflege) – Gottes Wirken (Heilung durch Gnade) – evtl. Gebet anderer – natürliche Selbstheilung als Teil der Schöpfungsordnung |
| Jemand betet – und stirbt trotzdem | – Gottes Zulassung (nicht Eingreifen, anderes Ziel) – gefallene Schöpfung bleibt wirksam – Menschliches Handeln bleibt begrenzt – evtl. geistlicher Kampf (nicht siegreich) |
| Jemand betet – und wird gesund | – Gottes Handeln (direkt oder durch Menschen) – Menschliches Mitwirken (Medizin, Lebensstil) – Gebet als Mittel der Gnade – evtl. geistliche Wende |
| Ich erwische den letzten Stracciatella-Joghurt | – Menschliches Handeln (ich war zur richtigen Zeit da) – Gottes Führung (versorgend, liebevoll) – Zufall im Sinne der gefallenen Weltordnung (nicht geplant, aber möglich) – evtl. irrelevant für geistliche Mächte |
| Mein Lieblingsjoghurt ist ausverkauft | – Menschliches Handeln (jemand war schneller, falsche Lieferkette) – gefallene Welt (Unplanbarkeit, Frust) – Gottes Erziehung / Geduldstraining (zugelassen) – keine geistliche Bedeutung nötig |
Mögliche Ursachen von Ereignissen

Alternative Sichtweisen: Prozesstheologie und Deismus
Es gibt natürlich andere Sichtweisen, aber sie stimmen nicht mit der Bibel überein bzw. widersprechen dem biblischen Gottesbild.
Zwei davon:
Prozesstheologie (z. B. Whitehead, Hartshorne)
Grundannahme:
Gott ist nicht allmächtig im klassischen Sinn.
Er wirkt als liebevolle, persuasive Kraft, nicht als steuernde Ursache.
| Gott | inspiriert, lädt ein, wirkt „sanft“ im Prozess |
|---|---|
| Mensch | autonom, schöpferisch, verantwortlich |
| Schöpfung | offen, unvollständig, dynamisch |
| Böse Mächte | meist symbolisch, keine personalen Gegenspieler |
→ Gott leidet mit, aber kontrolliert nicht.
Freiheit ist echt – auch die zum Zerstören.
Deistische Sicht (z. B. Aufklärung, Kant, Voltaire)
Grundannahme:
Gott hat die Welt geschaffen, aber greift nicht mehr ein.
Er hat Naturgesetze gesetzt – mehr nicht.
| Gott | Uhrmacher – einmal tätig, dann zurückgezogen |
|---|---|
| Mensch | völlig eigenverantwortlich |
| Schöpfung | vollständig sich selbst überlassen |
| Böse Mächte | kein Thema oder abgelehnt |
→ Gott existiert, aber spielt im Alltag keine Rolle.
Hauptkritikpunkte dieser Richtungen am biblisch-thomistischen Verständnis
– Ein Gott, der jeden Wunsch erfüllt – vom Parkplatz bis zur Paketlieferung – ist kein Gott, sondern ein Dienstleister oder Wunschautomat.
– Ein guter, allmächtiger Gott lässt keinen Holocaust zu.
– Voltaire spottete oft über Gottes Eingreifen:
„Wenn Gott für jedes Gebet das Wetter ändert, wie soll das gehen?“
Entgegnungen
Wetter
– Gott hat die Naturgesetze gemacht – auch fürs Wetter.
– Er kann sie ändern, tut es aber nur selten und nie willkürlich.
– Meistens lässt er das Wetter einfach so ablaufen, wie er es geordnet hat.
– Gebet heißt: Ich bitte – und vertraue, dass Gott weiß, was richtig ist.
Wunschautomat
– Gott ist kein Wunscherfüller – aber Gebet ist mehr als bloßes Abwarten.
– Die Bibel sagt: Wer zu Jesus gehört, hat Anteil an seinem Wirken.
– Gebet heißt nicht: Gott soll tun, was ich will – sondern: Ich bringe mein Anliegen vor ihn und vertraue auf sein besseres Wissen.
– Gott will, dass wir beten – nicht, weil er ohne uns nicht kann, sondern weil er ohne uns nicht will.
– Aber nur, weil wir für einen Parkplatz beten und ihn bekommen oder nicht, heißt das nicht, dass Gott aktiv darauf Einfluss genommen hat.
– Gott kann eingreifen – aber nicht jeder Ablauf ist ein direktes Zeichen dafür.
– Die Bibel zeigt: Gott hört jedes Gebet, aber er handelt nicht immer sichtbar oder direkt.
– Vieles läuft nach seiner Schöpfungsordnung: Menschen handeln, Umstände entstehen.
Holocaust
– Gott hat den Menschen mit echtem freien Willen geschaffen.
– Diese Freiheit macht Liebe, Vertrauen und Verantwortung möglich – aber auch radikales Böses.
→ Der Holocaust war kein Werk Gottes, sondern eine Folge menschlicher Schuld.
– Gefallene Welt: Seit dem Sündenfall ist die Schöpfung gebrochen, geprägt von Gewalt, Hass und Machtmissbrauch.
– Gott hat die Welt nicht in diesem Zustand gelassen, aber er zwingt sie auch nicht sofort in die Vollkommenheit zurück.
→ Solange diese Welt besteht, ist sie von Leid durchzogen – aber nicht gottverlassen.
– Gottes Mitleid: Die Bibel zeigt: Gott ist nicht fern, sondern leidet mit.
– Er kennt das Leid der Menschen, er hat es selbst in Jesus getragen – bis zum Kreuz.
→ Auch im Holocaust war Gott nicht abwesend, sondern bei den Leidenden, im Verborgenen.
– Aber er lässt den Menschen ihre Freiheit, sonst wäre es keine echte.
– Zukünftiges Gericht und Wiederherstellung: Gott verspricht kein leidfreies Jetzt, aber ein gerechtes Ende.
„Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein.“
(Offenbarung 21,4)
„Siehe, ich mache alles neu.“
(Offenbarung 21,5)
Antworten auf die Fragen vom Anfang
Kommt alles Gute in meinem Leben von Gott?
Ja, entweder greift Gott aktiv ein oder er lässt etwas zu, das in seiner Ordnung geschieht.
Es können andere Quellen oder Instanzen beteiligt sein, aber diese handeln immer innerhalb von Gottes zugelassenem Rahmen.
Woher kommt das Schlechte in meinem Leben?
– Von Menschen
– Von der zerbrochenen Schöpfung
– Von bösen Mächten
„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“
(Römer 8,28)
„Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen.“
(1. Mose 50,20)
Das Böse kommt nie von Gott.
Er ist gut, ist nicht der Verursacher von Leid und Bösem.
Warum gibt es Leid, Zerstörung, Böses?
– Freiheit des Menschen → Der Mensch kann sich für das Böse entscheiden.
– Eigendynamik der gefallenen Schöpfung → Die Welt ist nicht mehr heil, sondern von Tod und Zerbruch geprägt (Römer 8,20–22)
– Böse geistliche Mächte → Satan und andere Mächte wirken gegen Gottes Willen
(Epheser 6,12)
→ Leid ist nicht von Gott gewollt, sondern Folge einer Welt, die sich von Gott entfernt hat.
Lässt Gott Leiden zu? Warum verhindert er es nicht?
– Wegen der Freiheit des Menschen
– Nach der Wiederkehr Jesu wird alles Leiden geheilt
Das Heil, Gottes heilendes Wirken, beginnt schon jetzt:
– Gottes Heilsplan begann nicht erst mit Jesus, sondern schon im Alten Testament (Berufung Abrahams, Exodus, Propheten).
– Aber mit Jesu Kreuz und Auferstehung wurde dieser Plan verwirklicht und auf eine neue Stufe gehoben.
Hört Gott meine Gebete? Welchen Einfluss auf Gottes Handeln haben meine Gebete?
– Gott hört alle deine Gebete.
– Er kennt dein Herz.
– Gottes Wille und Vorsehung sind zentral.
– Du sollst dich an Gottes Willen ausrichten:
„Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe.“
(vgl. Matthäus 6)
– Gott lässt sich auch umstimmen, aber immer in den Grenzen seiner Gerechtigkeit und Treue.
– Gott will, dass du betest, weil er durch dein Gebet mit dir zusammen handeln will.
„Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.“
(Jakobus 5,16)
Gibt es Zufall? Glück?
– Nein, nicht außerhalb von Gott.
– Was für uns wie Zufall aussieht, ist für Gott kein blinder Vorgang, sondern eingebettet in seine Vorsehung.
Darf ich um kleine Dinge wie einen Parkplatz beten bzw. Gott dafür danken?
– Ja.
– Du kannst nie wissen, ob Gott aktiv geholfen hat oder es nur hat geschehen lassen.
Wenn ich für etwas gebetet habe und es ist so gekommen, wie erhofft – war das dann Gott? Und wenn es anders gekommen ist, auch?
– Das kannst du nicht wissen.
– Aber Gott dankbar zu sein, ist immer eine gute Idee. 😊
Hast du Fragen oder Zweifel, die dich beschäftigen?
Gibt es Themen, die du gerne vertiefen möchtest oder suchst du nach Antworten und Orientierung?
Ich freue mich darauf, dich auf deinem Weg zu begleiten!

*Baby-Pause bis Frühjahr 2026
